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Die Vorfreude steigt und es gibt schon das kleine Kribbeln in den Händen, wenn man „durch Zufall“ über die Ausrüstungsgegenstände stolpert und weiß, „hey, am Ende des Monats fliegen wir nach Schweden“.

Entgegen der sonst üblichen Prozedur, des monatelangen Freuens, der heißgeliebten Planung oder eben des Beschäftigens mit einer Packliste gibt es bei dieser Tour gar nichts. Die Vorfreude ist riesig, aber mit einer Packliste konnte man sich aus diversen Gründen noch nicht beschäftigen.

Eine kleine Grobplanung gibt es trotzdem schon, auch wenn alle zwei Tage neue Produkte hinzukommen, steht die Tourausrüstung auf soliden Säulen.

Zelt

Punkt 1 ist sicherlich die Unterkunft. Auch wenn ich dieses Wochenende noch mit dem Gedanken gespielt habe, uns ein Terra Nova Laser zu bestellen, warte ich nun lieber auf das neue Terra Nova Laser Competition 2. Ich bin Querschläfer mit Hang zum Leichtgewicht. Das Laser Competition 2 ist leichter als das Laser bei gleicher Größe und gleichen Features.

Stattdessen begleitet uns ins Fjäll das Terra Nova Laserlarge 1, ein Tunnelzelt mit großer Apsis für die Rucksäcke und breiter Schlafkabine. Mit 1,8 kg für zwei Personen auch kein schlechter Wert, sondern eben typisch „Leichtgewichtstrekking“.

Rucksack

Als Rucksack haben wir uns für zwei 60 Liter Modelle entschieden, denn es wird einiges transportiert und man hat auch „zivile“ Tage in Schweden, wo man nicht umbedingt in „Fjällbekleidung“ durch Museen gehen oder in Restaurants dinnieren will.

Steffi hatte im Dezember noch bei einer Globetrotter HotOffer Aktion zugeschlagen und sich den Tatonka Isis Light 60 gegönnt. Sicherlich mit ~2 kg kein Leichtgewicht, aber im Vergleich zum Deuter Act Lite, den man sich ebenfalls vorab angeschaut hat, passender für Steffis Rücken.

Ich werde hingegen den Lightwave Ultrahike 60 testen, den es nun seit Juli auch im Handel gibt. Mit einem niedrigen Basisgewicht, einem Guten Tragegestell und den ein oder anderen Features konnte er schon vorab begeistern. Werde wohl noch ein paar Modifikationen am Rucksack vornehmen, aber ansonsten wird er so bleiben, wie er im Handel erhältlich ist.

Schlafsack

Der Schlaf zählt zu den wichtigsten Phasen bei einer Tour, denn übermüdet kann so ein Wandertag zur Qual oder auch gefährlich werden. Wir gehen mal auf Nummer sicher und packen für den nördlichen Kungsleden zwei warme Daunenschlafsäcke ein.

Steffi wird im Cumulus Mysterious Traveller 700 nächtigen und im Anschluß für Testberichte sorgen, ich hingegen im Marmot Pinnacle, der mir schon auf so mancher winterlichen Tour in Deutschland gute Dienste geleistet hat.

Isomatten

Einmal NeoAir, wohl immer NeoAir. Nachdem ich auf so mancher Isomatte in meinem Leben gepennt habe, ist nun ein Traum wahr geworden, denn die Therm-a-Rest NeoAir ist saubequem, wie wir es auch schon desöfteren in den Blogs geschrieben haben und auch Testberichte verfasst haben.

Outdoor-Küche

Die gute Outdoorküche ist noch etwas ungeplant, denn Mitte August stehen noch einige Probeläufe bevor, ehe wir uns entscheiden. Während die Hauptmahlzeiten klar mit Trekkinggerichten geprägt ist, werden Frühstück & Snack wohl noch traditionell selbst zubereitet sein.

Als Frühstück ist Bannock bei uns ganz oben auf der Liste, jedoch wollen wir das Rezept noch in paar mal machen, bevor wir es im Fjäll kochen bzw. nach backen wollen. Abwechslung gibt es dann auch in Form von Rührei oder eventuell in Form eines Pfannkuchens. Beides jedoch Ideen, denen wir noch nicht nachgegangen sind.

Als Essbesteck dient uns zum einen der neuen Titanlöffel von Optimus, aber auch der Edelrid Titanspoon, denn die meisten Gerichte werden wohl aus der Tüte gegessen und da ist ein Light my Fire Spork zu klein.

Das Kochset wird wohl das Snow Peak Titan Trek 1400 ml sein, denn es bietet durch einen großen Topf und der Pfanne reichlich Flexibilität.

Beim Kocher bin ich noch sehr unentschlossen, denn entweder begleitet uns der Monatauk Gnat oder noch der altbewährte Primus Micronstove auf der großen Reise.

Der Kaffeedurst wird während der Tour aber auch gestillt. Wir gönnen uns mal den Luxus und nehmen einen Kaffeebereiter mit. Natürlich ist auch dieser aus Titan, denn es ist die Snow Peak Titanium Café Press und dementsprechend nur ein geringes Mehrgewicht.

Das soll es dann mit dem ersten groben Überblick gewesen sein. Demnächst beschäftige ich mich mit der Bekleidung.