Bewertung des Autors

Sicherlich nicht die billigste Outdooruhr und wohl auch nicht gerade eine Uhr wo man 90 % der Funktionen jeden Tag im Alltag braucht, einen sehr guten Testeindruck hinterlässt die Uhr durchaus. Im Test in den schottischen Highlands aber auch auf Tour in den Alpen präsentierte sich die Uhr von ihrer besten Seite.

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1. Eindruck
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Funktionen
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Bedienbarkeit
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Preis
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Eine Uhr ist nicht gleich eine Uhr. Jeder Liebhaber von edlen Uhren wird sich beleidigt fühlen, wenn man die teure Uhr lapidar nur als nettes Accessoire ansieht und dies in seiner Meinung äußert. Nicht weniger edel, dafür umso nützlicher sind die Multifunktionsuhren für die verschiedenen Outdooraktivitäten. Sie zeigen nicht nur die Uhrzeit am Handgelenk an, sondern bieten auch noch eine Vielzahl an Informationen, die man beim Trekking in den schottischen Highlands, beim Bergsteigen auf den höchsten Gipfeln oder eben auch beim Laufen oder Radfahren gebrauchen kann. Grund genug uns nun mal dem Thema Navigation & Uhren für den Outdooreinsatz zu widmen. Wer sich heutzutage eine gute Sportuhr für seine Unternehmungen in der Natur kaufen will, der landet nicht selten bei einem Modell der finnischen Marke Suunto. Wir haben uns daher auf unseren Touren mal die Suunto Core genauer angeschaut und diese auf Tour ausführlich getestet.

Suunto Core

Vorab sei gesagt, es gibt durchaus günstigere Sportuhren, aber auch viele teurere Uhren. Wer es sogar noch etwas edler als mit unserem vorliegenden Modell haben will, der findet bei der Suunto Core diverse Armbänder die die eigentliche sportliche Optik noch edler macht. Mit der Core hat man neben der günstigeren Suunto Vector einen beliebten Klassiker gefunden, der sich bereits jetzt schon an vielen Handgelenken befindet.

Schaut man auf den Einsatzbereich der Uhr geht dieser weg vom sportlichen Einsatz wie beim Laufen oder Radfahren, wo man die Pulsmess-Funktion vermissen würde, hin zum Bereich des Wandern, Trekking oder den klassichen Touren in den Bergen. Vorausgesetzt man kalibriert die Uhr richtig, so bietet die Uhr nützliche Instrumente wie Höhenmesser, Kompass oder Barometer.

Das Herzstück der Uhr ist gebettet in einem Aluminiumgehäuse, welches in unserem Modell mit einem gummierten Band am Handgelenk befestigt ist. Auf der Rückseite befindet sich der Deckel zum Batteriefach, darin verbirgt sich als Energieversorgung die 3 Volt Lithiumknopfzelle CR 2032 wie sie die meisten Uhren auch besitzen. Etwas fummeliger als bei z.B. einer Techtrail Summit gestaltet sich jedoch der Batteriewechsel. Das Gewinde ist so fein, dass man schon mal genauer hinschauen muss ob der Deckel auch tatsächlich verschlossen ist.

Höhenmesser

Ein sehr nützliches Instrument auf Tour ist der integrierte Höhenmesser. Mit einem Anzeigebereich von -500 – 9000 Meter ist das Spektrum riesig, das schöne an der Uhr ist, dass sie auf Tour die Höhendifferenz misst und dabei sehr anschaulich den gesamten Auf- und Abstieg der letzten Stunden anzeigt. Der Höhenmesser zeigt dabei die kumulierten Höhendaten an, sodass man exakt weiß, welche Strecke man z.B. auf der Klettertour bereits zurückgelegt hat. Wer Zuhause oder abends im Basislager die Werte noch einmal anschauen will, für den bietet die Sportuhr eine Logbuch Funktion bei der sich die Daten speichern und als Protokolle abschließbar sind. Den Höhenverlauf bekommt man dabei grafisch dargestellt, die zurückgelegte Strecke wird berechnet, kumulierte Höhendaten werde genauso ermittelt, wie die Durchschnittsgeschwindigkeit beim Auf- und Abstieg in den Bergen. Besonders einfach funktioniert die Aufzeichnung von Daten übrigens durch die Uhr mit einer Intervallfunktion, wo man die Abstände zwischen 1, 5, 10 oder 60 Sekunden wählbar sind.

Kompass

Bei der Kompassfunktion ist man eher im Bereich des nützlichen Tools. Zur Orientierung oder auch zur Navigation ist ein Kompass natürlich unerlässlich, für die Arbeit mit Karte ist es aus unserer Sicht dann doch etwas umständlich. Vorteil dieser Funktion ist jedoch, dass man den Kompass zwar nicht immer in der Hand, jedoch immer am Handgelenk hat. Der digitale Kompass an der Uhr zeigt die Haupt- und Nebenhimmelsrichtungen sowie den Norden an. Mit der Deklinationskorrektur von der Core kann man die Abweichung zwischen dem echtem und dem magnetischem Norden ausgleichen.

Barometer

Eine sehr nützliche Funktion liefert die Core mit der Barometerfunktion. Wie auch schon bei anderen getesteten Outdooruhren liefert die Core dem Träger Wettertendenzen über das kommende Wetter. Eine detaillierte Grafik präsentiert die Druckänderungen der letzten 24 Stunden in einem Intervall von 30 Minuten. Das Anzeigen der Temperatur wäre zwar auch möglich, zuverlässig jedoch nur dann, wenn man die Uhr zuvor einige Zeit vom Körper entfernt hat. Eine Wetterprognose erstellt die Uhr durch eine Luftdruckmessung, desweiteren gibt es eine Differenzmessung wo auch der Meeresspiegeldruck gemessen werden kann. Im Gegensatz zur bisherigen Techtrail Summit bietet die Core nun einen Stormalarm. Dieser Alarm ist besonders beim Bergsteigen sinnvoll, ermöglicht dieser doch eine Vorwarnung bei nahender Sturmfront. Oftmals ist der Himmel noch klar und von einem Sturm ist weit und breit nichts zu sehen.

Weitere interessante Uhrenfunktionen

Dass die Suunto Core weit mehr für den Outdooreinsatz kann, als nur die drei interessantesten Outdoorfunktionen, ist in der nachfolgenden Zusammenfassung sehr gut zu entdecken. Die typischen Uhrenfunktionen wie das Anzeigen der Uhrzeit, einer Dualzeit, dem Datum, das Einrichten eines Alarm, wie auch die Funktion des Countdown-Timer ist nun nicht ganz ungewöhnlich. Für uns sehr interessant gewesen war die Anzeige für die Zeit für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, als Referenz bietet die Uhr ein Angebot über 400 Standorte weltweit.Wer also zuvor diesen Punkt in seiner Tourplanung vergessen hat, kann dies nun auch auf Tour nachholen.

Suunto Core All Black

  • Höhenmesser mit Höhenspeicher und Höhendifferenzmessung
  • Barometer mit Sturmalarm und Wettertrendanzeige
  • Automatischer Wechsel zwischen Höhenmesser und Barometer
  • Kompass mit halbautomatischer Kalibrierung und digitaler Peilung
  • Tiefenmesser
  • Zahlreiche Uhr-, Datum- und Alarmfunktionen mit Dualzeit und Countdown-Timer
  • Zeit für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang an über 400 Standorten weltweit
  • Digitales Thermometer
  • Menügesteuerte Benutzerschnittstelle in englischer, deutscher, französischer und spanischer Sprache
  • Erhältlich in verschiedenen Designs
  • Wechselarmbänder
  • Batterie vom Nutzer zu wechseln

Fazit

Sicherlich nicht die billigste Outdooruhr und wohl auch nicht gerade eine Uhr wo man 90 % der Funktionen jeden Tag im Alltag braucht, einen sehr guten Testeindruck hinterlässt die Uhr durchaus. Im Test in den schottischen Highlands aber auch auf Tour in den Alpen präsentierte sich die Uhr von ihrer besten Seite. Die oben genannten Funktionen haben uns sehr gut gefallen, aber vorallem gefielen uns auch die Kleinigkeiten wie eine Tastensperre, womit man das angezeigte Display sperren kann. Desweiteren hat uns die leichte Bedienführung gefallen, denn bis auf die Kalibrierungen geht die Bedienbarkeit sehr intuitiv.