Bewertung des Autors

Der Bergstop Silkliner ist mit seinen 190 g ein kleines Leichtgewicht, vorallem wenn man ihn nicht nur als Inlett ansieht, sondern als saubequemen Hüttenschalfsack, der in dem einen Moment ein Hoodie und im anderen Moment, der vielleicht "exotischte" Morgenmantel ist. Seine Einsatzmöglichkeiten sind sehr vielfältig, ihr werdet Ihn sicherlich für weitaus mehr nutzen können, als wir es hier vorstellen. Insofern von unserer Seite eine Kaufempfehlung!

9
1. Eindruck
9.2
Verarbeitung
9
Bedienbarkeit
8.5
Gewicht
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Kennt Ihr noch den CozyBag? Die kleine, aber feine Cottage „Bergstop“ aus der Schweiz überzeugte uns im vergangenen Jahr mit einem sehr interessanten Kunstfaserschlafsack. Nun ist der Kunstfaserschlafsack durchaus kein Modell gewesen, dass man durch sein Gewicht und Packmass auf Trekkingtouren mitnehmen mag, es war aber ein Modell, dass in Punkto Tragekomfort außerhalb jeder Konkurrenz war. Es war ein Schlafsack mit Ärmeln, ein Schlafsack, den man zum Mantel verwandeln konnte und so natürlich in seiner Verwendung äußerst flexibel war. Ob man nun auf Festivals war, beim Camping abends vorm Wohnwagen saß oder eben im Winter abends im Stau auf der Autobahn steckte, der CozyBag war wie dafür gemacht und man könnte durchaus noch ein dutzend anderer Gelegenheiten aufzählen, wo der CozyBag durchaus praktisch war und natürlich noch ist.

In diesem Jahr hatten wir nun die Gelegenheit ein neues Produkt zu testen und stellen Euch hiermit den Bergstop Silkliner vor.

Seidenschlafsäcke zu produzieren können sehr viele und meist ähneln sich die Inletts sehr stark, so dass in der Regel nur noch die Farbe und das aufgestickte Logo helfen, die Produkte zu unterscheiden. Dieses Exemplar kann man aber hingegen sehr gut von anderen Exemplaren unterscheiden. Es ist der erste Hüttenschlafsack mit Figur und das darf man gern wörtlich nehmen.

Bergstop Silkliner

Schlafsäcke und Inletts haben in der Regel immer das gleiche Problem, entweder sind sie in der Mumienform oder eben rechteckig, gemeinsam haben sie jedoch, dass man sich mit ihnen am Leib kaum bewegen kann. Der Gang zur Toilette/in die Büsche, unmöglich, das Sitzen in geselliger Runde vorm Zelt, ebenso unmöglich. Man kann auch hier eine Vielzahl von Möglichkeiten aufzählen, wo man Inletts oder Schlafsack „tragen“ würde, statt nur sie als Hülle in der Nacht zu verwenden. Bergstop bedient nun jedoch mit seinen Produkten genau diese Wünsche, denn die Produkte lassen sich ähnlich einer normalen Jacke oder Overall tragen und so wäre er in der Nacht ein normaler Silkliner auf einer Hüttentour und am Morgen ein Hoodie mit Armen für das gemeinsame Frühstück.

Ein paar Impressionen

Mit seinen 190 g ist der Bergstop Silkliner noch dazu ein kleines Leichtgewicht, das bei seiner Größe immer und überall einen Platz auf Reisen vorfinden wird, denn auch hier kann man zurecht sagen, dass er in seinen Einsatzmöglichkeiten sehr flexibel ist. Andere Inletts und Seidenschlafsäcke mögen zwar vielleicht leichter und kleiner im Packmass sein, interessanter ist aber für uns der Bergstop gewesen, denn mit ihm kann man genauso wie beim CozyBag noch am Abend und am Morgen Zeit vor dem Zelt, der Hütte oder eben Wohnwagen verbringen bzw. im Falle eines nächtlichen „Verlassen der Schlafhöhle“ nicht gleich zig Schichten abstreifen.

Der Bergstop Silkliner im Praxistest

Bergstop Silkliner m Praxistest 007

Natürlich hatten wir den Bergstop Silkliner auch auf unseren Reisen und Touren getestet, stellvertretend hier mal unsere Erlebnissse auf der OutDoor 2014, wo man sich Abend für Abend in den Silkliner begeben hat. Der Bergstop Silkliner machte dabei eine sehr gute Figur und zeigte, wie praktisch er doch ist!

Ob man es sich nun im Zelt gemütlich machen will oder abends noch vorm einschlafen lesen mag, nichts geht leichter als mit dem Silkliner. Die Ärmelbündchen des Silkliner sind elastisch und bieten das normale „Longsleeve-Flair“, während die Beine dank des Kordelzugs am „Fußende“ entweder bequem im Silkliner Platz finden oder für den Gang zum WC-Container wieder ihre Freiheit erlangen. Das Schöne ist hier nun in der Tat, dass man sich überhaupt nicht groß seiner Sachen entledigen muss und in wenigen Handgriffen zu seiner gewohnten Bewegungsfreiheit gekommen ist.

Testfazit

Schaut Euch den Bergstop Silkliner an, wir können ihn Euch nur wärmstens empfehlen. Er vollbringt zwar keine Wunder, er kann Euch morgens noch keinen Kaffee kochen, er sorgt aber dafür, dass Ihr Euch in ihm pudelwohl fühlt und man ihn wie eine zweite Haut empfindet. Für uns daher fester Bestandteil unserer zukünftigen Urlaube und Touren.