Bewertung des Autors

Die Ohyo Flaschen sind äußerst praktisch für kurze Touren.

7.5
1. Eindruck
7
Handling
7
Gewicht
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Wer unterwegs ist, hat sein Gepäck auf den verschiedenen Touren und Unternehmungen eigentlich immer mit wenigen, dafür stets identischen Dingen gefüllt. Natürlich ist der Umfang des Gepäcks durch den Unterschied geprägt, ob man mit Gepäck für mehrere Tage unterwegs ist oder nur zu einer Tagestour aufbricht. Mit Blick auf die Verpflegung auf Tour, so ist der Wassertransport jedes mal ein Punkt auf der jeweiligen Packliste. Hier widmen wir uns nun einem interessanten Produkt, dass man auf diversen Unternehmungen dabei haben kann, der Name lautet Ohyo.

Wenn man viel unterwegs ist, greift man natürlich zu mehrfach-nutzbaren Lösungen, nicht nur aus ökologischer Sicht. Ein Trinksystem für sportliche Unternehmungen, die klassische Flasche jedoch für gemütlichere Touren. Eine faltbare Wasserflasche ist nun die Ohyo, anders jedoch als Konkurrenzprodukte ist man hier nun jedoch nicht in Beutelform, sondern treu der Flaschenform.

Ohyo

Ist Ohyo bei uns vielleicht noch etwas unbekannt, ist die Ohyo Faltflasche mit 500ml in UK sehr beliebt und wurde  weltweit schon mehr als 600 000 Flaschen verkauft worden. Nun hat man zurecht eine neue Variante mit 1000ml im Sortiment. Sie ist nicht nur größer, sondern hat statt dem Trinkhalm der 500ml Flasche nun einen Karabiner und größere Öffnung.

Der 1. Eindruck

Spontan fühlte man sich beim Anblick der Ohyo an alte Flaschen erinnert, die es wohl mal in den 90er Jahren gegeben hat. Auch die Flaschen damals waren wie eine Ziehharmonika aufgebaut und konnten leer so klein gedrückt werden, dass sie in jede Tasche gepasst haben. Die damaligen Flaschen  haben mit der Ohyo vielleicht den Ziehharmonikaaufbau gemeinsam gehabt, die Weithalsöffnung und die bessere anatomische Form der Ohyo sind nun jedoch zeitgemäß.

Die Ohyo im Praxistest

Faltbare Trinkflaschen haben immer den Vorteil, dass sie in jede Tasche hineinpasst. Die Ohyo als 500ml bzw. 1000ml Variante hatten wir nun auf unseren Wandertouren, beim Paddeln und im Alltag dabei. Wie bei jedem Produkt lässt sich auch hier Licht und Schatten entdecken.

Mit 500ml hat man die Variante dabei, die man bei jeder sich bietenden Gelegenheit wieder auffüllen könnte. Praktisch dafür wäre irgendwann die „Find-A-Fountain“-App. Mit dieser App kann man im Idealfall den Standort kostenloser Trinkwasserquellen anzeigen lassen, das aktuelle Problem ist nur, dass allein Deutschland und im Test nun mal das Ballungsgebiet Ruhrgebiet einfach nur eine große weiße Fläche ist. Ähnlich anderer Opensource Projekte kann man nun aber freie Wasserquellen selbst eintragen und so im Kollektiv zu mehr erreichbaren Wasserquellen in der App sorgen. Zurück zum eigentlichen Flaschentest, so ist die 500 ml Flasche mit dem aufklappbaren Trinkhalm so stark wiedervendbar, dass man sie theoretisch mehr als 10 000 Mal benutzen könnte. Eigentlich wäre diese Flasche ideal,  wenn sie auch mit einem Karabiner für die Montage am Brustgurt ausgestattet wäre. Leider besitzt dieses nützliche Feature nur die Ohyo 1000ml.

Die Ohyo 1000 ist nun in der Größe, wie man sie auch bei Trekkingtouren gern dabei hätte. Mit einem Karabiner ausgestattet, könnte man sie nun zwar am Brustgurt verstauen, aber wer will schon 1 kg locker vor sich herumbaummeln haben? Mit dem Umfang der Flasche kann es zwar schwierig werden, die Flasche in der Seitentasche eines kleinen Wanderrucksack zu verstauen, bei größeren Trekkingrucksäcken sind auch diese Taschen etwas großzügiger. Mit der anatomischen Form ist die Flasche aber schnell gegriffen und liegt beim Trinken angenehm in der Hand. Hierfür hat man zwar keinen Trinkhalm, aber einen fix umklappbaren Deckel. Bei der Ohyo 1000 Flasche sieht man jedoch auch, dass es eine größere Flasche nicht geben muss. Würde es eine 3000er Variante geben, so wäre sie auf Trekkingtouren unpraktischer als z.B. die Beutelflaschen, die auch bei größerem Volumen flacher im Einsatz sind.

Beide Ohyo Flaschen lassen sich dank der Weithalsöffnung spielend leicht reinigen und gegebenfalls sogar noch in der Spülmaschine reinigen. Durch die Ziehharmonikastruktur ist es zwar minimal schwieriger sie zu trocknen, als z.B. eine klassische Beutelflasche, jedoch hat man die Flasche auch hier fix trocken.

Fazit

Die Ohyo Flaschen sind ideal für kleinere Touren wie Tagestouren mit Rucksack oder Boot. Eine Eierlegende-Woll-Milch-Sau oder in anderen Worten ein Produkt ohne Mängel findet man zwar auch hier nicht, aber empfehlenswert sind die Flaschen durchaus. Wie die Platypus Flaschen lassen sie sich klein komprimieren, anders jedoch als die Playtpusflaschen liegen die Ohyo Flaschen jedoch beim Trinken besser in der Hand.

Wieviel kostet die Flasche und wo kann man eine kaufen?

Die Ohyo 500 kostet ungefähr €7.90 und die Ohyo 1000 €16.90. Die Ohyo 1000 ist online unter www.ohyo.me und https://www.amazon.de/ erhältlich, und ist ab 2015 auch bei mehreren Outdoor- und Sportgeschäften erhältlich.