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Der Idsteiner Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin hat angekündigt, bis Ende 2014 ausschließlich Wetterschutzprodukte anzubieten, die herstellungsbedingt PFOA-frei sind. Während PFOS-haltige Produkte in der EU durch die Richtlinie 2006/122/EG mit dem Grenzwert von 1 µg/m2 reglementiert sind, gibt es für das ebenfalls diskutierte PFOA noch keine gesetzliche Beschränkung.

PFOA (Perfluoroctansäure)gehört zur Gruppe der Perfluorierten Tenside (PFT), wobei PFT der Oberbegriff für alle fluororganischen Verbindungen mit tensidischem Charakter ist. Die möglichen Verwendungszwecke sind vielfältig und reichen von der Teflonpfanne, Hydraulikflüssigkeiten, Reinigungsmittel bis hin zu textilen Ausrüstungen mit wasserabweisender Wirkung. Schon seit 2009 arbeitet Jack Wolfskin darauf hin, Produkte mit Wetterschutzausrüstung  PFOA-frei anbieten zu können.

Bild: Jack Wolfskin

Bild: Jack Wolfskin

„Das Thema PFOA ist seit längerer Zeit in der Diskussion und ein schwieriges Thema für Hersteller von Funktionsbekleidung, da es bisher wenige leistungsfähige Ersatzmöglichkeiten gab und ein Verzicht darauf einer Umstellung der gesamten Textilherstellungskette bedarf“, sagt Christian Brandt, COO von Jack Wolfskin. „Wir haben uns aber früh zu diesem Schritt entschlossen, da vor allem die mangelnde biologische Abbaubarkeit von PFOA einen dauerhaften Einsatz verbietet.“

Jack Wolfskin reguliert seit mehreren Jahren in einer firmenspezifischen Schadstoffliste Grenzwerte für Chemikalien, die meistens strenger als gesetzliche Regelungen oder Branchenstandards sind. Schon lange vor dem OEKO-TEX® Standard 100 hat Jack Wolfskin PFOA reguliert, wobei sich die Zielsetzung an der strengen Vorgabe des bluesign® Standards orientiert. Der Substitutionsprozess von PFOA wird im Jahr 2014 erfolgreich abgeschlossen sein.

Bild & Quelle: Jack Wolfskin