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Der süddeutsche Bergsportausrüster VAUDE hat einen weiteren Meilenstein auf seinem Weg zu Europas umweltfreundlichstem Outdoor-Unternehmen erreicht. Der gesamte Unternehmensstandort an der Firmenzentrale Tettnang und alle dort hergestellten Produkte sind jetzt „klimaneutral“.

Sämtliche vom Unternehmen verursachten Treibhausgas-Emissionen wurden erfasst, systematisch reduziert und durch eine Ausgleichszahlung in ein nach Gold Standard zertifiziertes Klimaschutzprojekt der non-profit-Organisation myclimate kompensiert. Die Kompensation umfasst die gesamte Verwaltung mit ca. 500 Mitarbeitern, die Produktion, die Instandhaltung, das Kinderhaus, und die gesamte mit der Produktion am Standort verbundene Material- und Produktlogistik. Einzige Ausnahme ist der Pendelverkehr der Mitarbeiter, der in die Kompensation noch nicht einbezogen wurde.

Bildnachweis: myclimate.org

Bildnachweis: myclimate.org

„Klimaneutralität ist ein wichtiger Baustein in unserem gesamten Nachhaltigkeits-Engagement“, freut sich Geschäftsführerin Dr. Antje von Dewitz über die Auszeichnung durch myclimate. VAUDE ist das erste Unternehmen der Outdoor-Branche, das in seinem Engagement so konsequent ist und alle nicht vermeidbaren Emissionen kompensiert.

Ausführliche Klimabilanz

Treibhausgase wie CO2 entstehen bei VAUDE durch Energieverbrauch wie Strom, Gas und Treibstoffe, durch den Materialverbrauch für die Produktion der wasserdichten Taschen und Rucksäcke in Tettnang, aber auch durch Papierverbrauch, Büromaterialien, EDV und Verpackungsmaterialien. Einbezogen werden außerdem alle am Standort anfallende Abfälle, alle Geschäftsreisen und die gesamte Logistik, also alle Materialien und Produkte, die in die Produktion nach Tettnang und von dort zum Fachhandel und zu den Vertriebspartnern transportiert werden.

Aus diesen Daten berechnete ein Expertenteam von myclimate eine vollständige Klimabilanz (Corporate Carbon Footprint) für VAUDE. Das Unternehmen hat bereits seit 2008 im Rahmen der EMAS-Umweltzertifizierung klimaschädliche Emissionen im jährlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Ab 2012 wird die Klimabilanz erstmals alle Unternehmensbereiche umfassen.

„Mit dieser Klimabilanz erkennen wir unsere größten „Klimakiller“. Daran arbeiten wir in den nächsten Jahren verstärkt, um unsere Treibhausgas-Emissionen weiter zu reduzieren“, so Dr. Antje von Dewitz. „Schritt für Schritt wollen wir die Klimaneutralität erweitern, etwa auf unsere anderen Produktionsstandorte. Auch unsere Mitarbeiter verursachen Emissionen durch ihren täglichen Weg zur Arbeit. Hier setzt unser VAUDE Mobilitätskonzept an:  Mit einem Radförderprogramm, einem E-Bike-Leihpool und Fahrgemeinschaften sensibilisieren wir die Mitarbeiter, selbst Klimaschützer zu werden.“

Kompensation durch myclimate

Mit dem Kompensationsbetrag von VAUDE wird ein myclimate Gold Standard Klimaschutzprojekt in China unterstützt, das selbst zur Reduzierung von klimaschädlichen Emissionen beiträgt: Traditionelle Kohleherde in ländlichen Haushalten in der Provinz Shanxi werden durch saubere Gas-Herde ersetzt, die mit Biomasse vorrangig aus Mais-Abfällen betrieben werden.

Während in reicheren Regionen Chinas zunehmend sauberere erdölbasierte Brennstoffe verwendet werden, sind nach wie vor ca. 50 Prozent aller Haushalte abhängig von Festbrennstoffen wie Holz und Kohle. Die Verbrennung fester Brennstoffe führt zu Luftverschmutzung und ist einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge verantwortlich für jährlich 450‘000 vorzeitige Todesfälle in China alleine. Durch die Substitution von Kohle durch Biomasse wird nicht nur der CO2-Ausstoss reduziert, sondern auch die Luftqualität in den Häusern und somit auch die Gesundheit der Familien verbessert.

Bild & Quelle: Vaude